Wettbewerb Neues Schulzentrum St.Peter, Graz
2.Preis, 2007
Auslober: Landesimmobiliengesellschaft Steiermark
Geschoßfläche: 9.600 m²
Mitarbeiter: DI Christian Heuser
DI Stephan Piber
DI Gregor Tritthart
DI Thomas Pilz
Hermann Herbst
Michael Kainz
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Das zentrale Organisationsprinzip für das Schulgelände ist eine vertikale Schichtung der Sphären von
praktischer Handwerksausbildung und theoretischer Lehre. Diese Grundstruktur wird unmittelbar baulich
umgesetzt: Werkstätten in den Sockelzonen werden durch Innenhöfe belichtet und durch begrünte
Flachdächer zur begehbaren Basis für jene Bauteile, die der Lehre und dem Wohnen im Internat dienen.
Die dreidimensionale Durchbildung der Sockelzonen schafft eine komplexe Landschaft, in der sich das
Schulleben reich und differenziert entfalten kann.
DER CAMPUS ALS DACHGARTEN
Die Weiterentwicklung dieser Motive hat zu einer konsequenten Neuorganisation der Baukörper von
Internat und Schule geführt. Um den Raumfluss über der Sockelzone freier zu entfalten, werden zwei
langgestreckte Baukörper gebildet, die das Ensemble von Werkstätten und Schule nach außen klar fassen
und einen großzügigen und offenen Innenhof bilden. So entsteht der Campus als abwechslungsreicher
Dachgarten: eine spannungsvolle Landschaft mit zahlreichen Ein und
Ausblicken, Brücken und Stiegen,
offenen und gedeckten Raumzonen, Wegen und Plätzen.
ZWEI KORRESPONDIERENDE FLÜGEL: INTERNAT UND SCHULE
Die beiden Flügel von Schule und Internat, die über einem Luftgeschoß schweben, spielen miteinander, reagieren aufeinander, lenken Blicke, antworten einander. In den Texturen der Fassaden zeichnen sich Verwandtschaften und feine Differenzierungen ab.
AUSSENRAUMGESTALTUNG
Durch die konsequente Ausbildung von Dachgärten entsteht der Campus als dreidimensionale Landschaft.
Wege und Plätze, Stiegen und Gassen bilden eine Vielzahl räumlicher Situationen, die ein freies Spiel von
Weite und Geschlossenheit ermöglichen. Für die Inszenierung der Zutrittszone von der Petersgasse aus wird
ein System von Hochbeeten geschaffen, die von Fußwegen durchschnitten werden; Sitzbänke auf den
Beeteinfassungen laden zum Verweilen ein. So wird Distanz (zur Unruhe der Straße) geschaffen,
Wegbeziehungen werden klar strukturiert. Im Inneren des Campus entfaltet sich ein Wechselspiel von
Wegen, Hochbeeten und Rasenflächen, die vor
allem in der warmen Jahreszeit in
Besitz genommen
werden können.